Zeltlagergeschichte 2009
Zeltlagergeschichte 2009
Das Geheimnis um einen vergrabenen Schatz
In diesem Jahr verbringen die Zwillingsmädchen Mirja und Bente und Janosch, ihr bester Freund, gemeinsame Ferien hoch oben im Norden. Zusammen mit ihren Eltern, die inzwischen auch befreundet sind, wohnen sie in einem Quartier auf einer von ganz vielen größeren und kleineren Inseln. Zu den Klippen am Meer haben sie es nicht weit, und die Kinder dürfen dort gerne sein, wenn sie denn aufpassen, dass keiner von ihnen abstürzt.
Was sie natürlich hoch und heilig versprechen. In einer kleinen Bucht liegen dort ein paar Fischerboote. Ein alter, völlig verrosteter Trecker steht da, an dem eine Seilwinde befestigt ist, mit der die Fischer ihre Boote aus dem Wasser ziehen können. Möwen und Küstenseeschwalben kreischen in der Luft. Auf dicken Felsbrocken, die aus dem Wasser ragen, liegen faul einige Seehunde und sonnen sich. Und von oben vom Klippenrand gucken immer wieder neugierig Schafe zu ihnen hinunter.
Heute wollen die Familien einen Ausflug machen, um irgendwo eine Ausgrabungsstätte zu besuchen. Mirja und Bente maulen. Auch Janosch hat nicht so richtig Lust. Am liebsten würden sie wieder zu ihrer kleinen Bucht unterhalb der Klippen 'gehen, um dort zu spielen. Aber es nutzt nichts. Sie müssen mit. Nach gar nicht so langer Fahrt mit ihren Rädern, - denn die Inseln sind ja alle nicht groß -, sind sie bereits am Ziel. Unendlich lange gucken sich die Eltern in einem Informationszentrum eine Ausstellung zu der Ausgrabungsstätte an. Mirja und Bente sitzen vor der Tür auf einer Bank in der Sonne, lassen ihre Beine baumeln und langweilen sich. Janosch versucht, kleine Steine bis in einen Graben zu schießen.
Endlich geht es los. Alle bekommen eine Taschenlampe und werden dann von einer jungen Frau zu einem kleinen Hügel geführt. Nach ein paar erklärenden Sätzen werden sie eingeladen, in das Innere des Hügels mitzukommen. Dazu müssen sich sogar die Kinder ganz tief bücken. Der Gang ist nur knapp einen Meter hoch und 75 cm breit. Vorbei geht es an feuchten Steinplatten, bis sie alle nach einigen Metern im dunklen Innenraum angekommen sind, in dem sie sich wieder aufrichten können. Die junge Frau erzählt viel über dieses Hügelgrab, seine drei Seitenkammern und die davor auf dem Boden liegenden Verschlusssteine, die etliche Zentner wiegen. Mirja, Bente und Janosch können das alles nicht wirklich behalten. Aber irgendwie geheimnisvoll, sogar ein bisschen unheimlich, kommt ihnen dieser Raum schon vor, denn hier haben Menschen einmal ihre Verstorbenen hingebracht ...
Auf einmal horchen sie auf. Die Frau leuchtet die Wände ab und deutet auf uralte Schriftzeichen, auf Runen und Zeichnungen, die im Schein ihrer Taschenlampe mehr oder weniger gut zu erkennen sind. An einer Stelle deutet sie besonders auf die dort sichtbaren Runen. Da habe vor über tausend Jahren jemand in den Stein geritzt: "Nicht weit entfernt von diesem Platz habe ich einen kostbaren Schatz vergraben." So ungefähr wenigstens. Aber bis heute, so erklärt die Frau lächelnd, habe noch niemand diesen Schatz gefunden. Vielleicht wollte der Schreiber ja auch nur angeben oder einen Witz machen. Werkzeuge, Geschirr, Müll aus jener Zeit sei entdeckt worden, jedoch kein Schatz.
Während die Frau noch weiter redet, treffen sich die Blicke von Mirja und Bente, und sie stoßen den auf einmal wie gebannt lauschenden Janosch an. Sie sagen kein Wort, aber jeder von ihnen weiß, was der andere denkt ... Beim Rausgehen und draußen gucken sie sich noch einmal ganz genau um.
Auf dem Heimweg gibt es für jeden noch ein dickes Eis. Dann sind sie nach schneller Fahrt wieder im Quartier. Mirja, Bente und Janosch dürfen bis zum Abendessen noch runter in ihre Bucht. Dort sitzen sie ganz eng beieinander. Ganz leise nur reden sie. Keiner soll etwas hören. Denn: Sie haben einen Plan.
(Kuddel - Sa. 18.07.2009)
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Mirja schlägt vor, in der Nacht heimlich zur Bucht zu gehen und mit einem alten Fischerboot zum Hünengrab zu fahren. Janosch sagt: "Wir brauchen eine Taschenlampe. Nicht vergessen!“ Mirja wirft ein: „Außerdem benötigen wir eine Schaufel und Kreide, um unseren Weg zu markieren."
Dann ist es Zeit für 's Abendessen und sie gehen nach Hause. Weil sie so aufgeregt sind, haben sie kaum Hunger und essen fast nichts. Die Eltern wundern sich ein wenig, weil alle heute früh und freiwillig ins Bett gehen.
Als es dann endlich Nacht wird, weckt Janosch die beiden Mädchen. Heimlich gehen sie aus dem Haus. Als sie bei den Klippen ankommen, meint Bente: „Oh, das ist aber unheimlich!“ Sie steigen in das Boot und paddeln los. Bente hat vorgesorgt und einen Kompass dabei.
Obwohl das Boot wackelt, kommen sie schnell zur Insel. Sie klettern über den Zaun des Hügelgrabs. Endlich angekommen, beschließen sie hineinzugehen. Die Zeichen, die auf den Schatz hindeuten, sehen sie sich sehr genau an.
Dabei stützt sich Janosch gegen eine Wand, die plötzlich leise knarrend aufgeht. Als Janosch hineinsieht, entdeckt er eine kleine Schriftrolle. „Was ist das denn?“, rufen die Drei begeistert. Die Kinder stellen fest, dass es sich um eine Schatzkarte handelt.
Während sie noch überlegen, was das bedeuten könnte, hören sie plötzlich ein unheimliches Geräusch. „Ich habe Angst!“, sagt Janosch. Langsam und vorsichtig schleichen sie zum Ausgang der Höhle zurück. Das Geräusch wird immer unheimlicher. „Was ist das nur?“, fragt Bente.
Doch trotz Taschenlampe können sie nichts sehen. „War da ein Schatten?“ „Ich will nach Hause!“, bittet Janosch. Widerwillig geben die Mädchen nach. Doch welch ein Schreck! Als sie beim Strand ankommen, können sie nirgendwo das Boot entdecken.
Hat es einer gestohlen oder wurde es abgetrieben?
(Daniel, Christian - So. 19.07.2009)
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Sie haben Angst. "Wo ist nur unser Boot geblieben?" Sie suchen den ganzen Strand mit der Taschenlampe ab. Sie wollen das Boot unbedingt finden, doch es ist einfach weg.
"Guck mal", sagt Mirja zu Janosch und Bente, "da liegt ja unsere Schnur, mit der das Boot angebunden war." Es ist durchgeschnitten. "Das Boot wurde uns gestohlen. Was machen wir jetzt?" "Wir können es jetzt nicht ändern", sagt Bente, "lass uns doch noch 'mal in die Höhle gehen." "Zuerst müssen wir schauen, was das vorhin für ein Geräusch war."
Also gehen sie wieder zurück in die Höhle. Sie gehen ganz vorsichtig durch den Gang und hören wieder das Geräusch. Es wird immer lauter. Janosch, Bente und Mirja zittern am ganzen Körper. Sie haben große Angst. Dennoch wollen sie unbedingt wissen, was es ist.
Hinter der nächsten Kurve versperrt ein Haufen Steine den Weg. Sie hören, dass das Geräusch unmittelbar dahinter ist. "Was machen wir jetzt?" Janosch fragt hoffnungsvoll: "Wollen wir wieder umdrehen?" "Nein. natürlich nicht!", antworten Bente und Mirja. "Wir wollen doch wissen, was es ist. Also lasst uns die Steine wegräumen."
Sie räumen sich einen Weg frei. Dahinter sehen sie einen kleinen Lichtstrahl in eine Höhle fallen. Sie lachen! Das Geräusch ist nur der Wind, der durch das Loch pfeift.
Sie schauen durch das Loch und sehen ein wunderschönes, unterirdisches Naturerlebnis. Die Bäume strahlen in den verschiedensten Grüntönen. In der Ferne sieht man einen Vulkan und man hört einen Wasserfall rauschen.
"Führt uns dieser Weg jetzt zum Schatz?"
(Sonja & Co. Mo. 20.07.2009)
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Mirja, Bente und Janosch können sich vor lauter Neugier kaum noch halten. Beinahe gleichzeitig zwängen sie sich durch das Loch, um möglichst jeweils als erster in dieser herrlichen Wunderwelt anzukommen.
Doch Janosch purzelt als erster hervor, seine Hand fest um die gefundene Schatzkarte gekrallt. Mirja und Bente folgen. Die drei trauen ihren Augen kaum. Diese Wunderwelt ist noch viel schöner, als sie es von der anderen Seite des Loches aus gesehen haben: Die herrlichsten Farben, die sie je gesehen haben, die frischeste Luft, der blauste Himmel und die schönsten Landschaften, die man sich überhaupt vorstellen kann. Links ein Flusslauf, in dem ein Kanu von Uferbusch zu Uferbusch übersetzt. Rechts ein See, ein riesiger, silberner See, so silbern wie ein See nur sein kann. Der schönste und spektakulärste Wasserfall der Welt fällt von einer mindestens 1000m hohen Steilkante hinab in den See. Am Horizont der dampfende Vulkan. Und sie mittendrin. Mittendrin in diesem Paradies. Sie stehen am Anfang eines Schotterweges, der sich bald nach links am Fluss entlang und nach rechts in Richtung See gabelt.
Bente sagt ganz unruhig vor Neugier: „Mensch Janosch, nun guck doch endlich mal auf die Karte, wo wir sind und wo wir hin müssen, um den Schatz zu finden.“ Janosch antwortet fragend: „Hä? Wieso, woher soll ich das wissen und was für eine Karte soll ich haben?“ Bente ist genervt: „Mann, die Schatzkarte....!!!“ Vor Aufregung hat Janosch die Schatzkarte in seiner Hand total vergessen. Er rollt sie aus und versucht sich zu orientieren. Das ist etwas schwierig, denn merkwürdigerweise funktioniert der Kompass, den sie mitgenommen haben, überhaupt nicht. Der Zeiger dreht sich ständig nur im Kreis...
Doch dann erkennt Janosch den See auf der Karte und schnell kombiniert er, wo sie dann sein müssten. Und so beschließen sie, den rechten Weg in Richtung See zu nehmen.
Sie laufen los. Sie werden immer schneller. Wo genau sie hinwollen, wissen sie nicht. Sie wissen nur, dass der Schatz laut Karte angeblich in diesem geheimnisvollen, silbernen See liegen soll. Sie stolpern mehr, als dass sie laufen. Als sie am Ufer des Sees angekommen sind, bemerken sie eine kleine Siedlung. Sie stehen auf einer kleinen Anhöhe und schauen hinab in das Dorf. Gemütlich sieht es aus. Kleine, schiefe, bunte Häuschen. Rumpelige Gässchen und vor allem sehr komische Bewohner scheinen dort zu leben. Irgendwie kommen ihnen einige seltsam bekannt vor. Mirja runzelt die Stirn: „Findet ihr nicht auch, dass der eine dahinten aussieht wie Obelix?“ „Ja, dann ist der daneben, der kleine, bestimmt Asterix!“ Sie trauen ihren Augen kaum. Janosch platzt fast: “Und hier vorne an der Kneipe steht Wickie und unterhält sich gerade mit dem Sandmännchen – das kann doch alles nicht sein! Träumen wir oder sind wir verrückt geworden?“ Bente entgegnet zweifelnd: “Ich glaube nicht, denn dahinten kommt Spongebob direkt auf uns zu. Sollen wir uns verstecken?“
Wie gelähmt vor Verwunderung stehen die drei da und starren Spongebob an, der den Weg vom Fluss entlang kommt. Schon bald steht er direkt vor ihnen. Wie klein er doch ist...
„Kann ich euch helfen“ fragt Spongebob? Schweigen. Stille. Die drei halten die Luft an. Als erste fasst Bente sich ein Herz, denn sie denkt sich: „Wenn er schon fragt...warum nicht. Vielleicht kennt der sich hier aus.“ Obwohl sie sich vorher noch nie mit einem Schwamm unterhalten hat, sagt sie mit zitternder Stimme, aber dennoch sehr bestimmt: „Ja! Wir suchen einen Schatz und der muss am Grunde dieses Sees liegen. Kannst du uns zeigen, wie wir dahin kommen?“ „Nichts leichter als das“, sagt Spongebob. „Kommt doch mit, ich wollte eh grad zu meinem U-Boot gehen und eine kleine Spritztour machen. Ich nehme euch gerne mit – aber wie heißt ihr überhaupt? Ich bin Spongebob.“ „Ja, das wissen wir“, sagt Janosch, der die Sprache wiedergefunden hat. „Ich bin Janosch und das sind Bente und Mirja. Danke, dass du uns hilfst!“ Spongebob nickt ihnen zu und wundert sich, warum die drei so komische Namen haben und auch so aussehen, als kämen sie von einem anderen Planeten...aber das ist ihm egal.
Gemeinsam gehen die Vier zum Anlegeplatz des U-Bootes. Es ist grün und weiß lackiert und hat allerlei Blinklampen und Luftballons an den Seiten. Irgendwie unbeschreiblich. Es sieht lustig aus, wie eine Kindergeburtstagsfeier oder so.
Spongebob sagt: „Und das hier ist mein grün-weißes Party-U-Boot. Herzlich willkommen. Es ist mir eine Ehre, euch damit den See zu zeigen!“
Sie besteigen das Unterseeboot – wie immer haben sie ihre Angst vor lauter Neugier vergessen – und tauchen zusammen mit Spongebob zum Grund des Sees, der übrigens auch unter der Wasseroberfläche komplett silbern ist. Sicher navigiert Spongebob das Boot zu der in der Karte markierten Stelle, an der der Schatz liegen soll. Doch dort ist kein Schatz. Die Schatztruhenhalterung ist leer. Der Schatz ist weg. Verschwunden. Geklaut. Gefressen oder sonst was, aber eben hauptsächlich weg.
Frustriert tauchen sie auf und schnappen erst mal an der Luke frische Luft. Gerade wollen Mirja, Bente und Janosch beraten, was sie denn nun tun sollen, da sehen sie direkt neben sich.....................IHR FISCHERBOOT. Ja, das Fischerboot, mit dem sie zu der Insel gerudert snd. Und auf dem Fischerboot steht eine Schatztruhe – DIE SCHATZTRUHE.
Aber das Fischerboot steht mitsamt der Schatztruhe vertäut auf dem Oberdeck eines anderen Bootes...und dieses Boot ist ein Piratenboot. Mit fetten Buchstaben steht auf dem Boot: „SILBERSEE- UND BUSCHBOOTPIRATEN, SCHATZSUCHE UND FISCHERBOOTVERKAUF GmbH“.
Zum Glück haben die Piraten das U-Boot, welches direkt neben ihnen aufgetaucht ist, noch nicht entdeckt. So haben Spongebob und die drei Abenteurer etwas Zeit, einen Plan auszuhecken, wie sie ihr Boot und den Schatz befreien können....
Kurz darauf wissen die Piraten nicht, wie ihnen geschieht. Ein komischer Schwamm liegt auf Deck und zappelt. So etwas haben sie noch nie gesehen. Alle Mann, auch der Piratenkoch stehen im Kreis um dieses Schauspiel. Doch dem Koch wird es zu bunt. Wütend kickt er den Schwamm von Bord und beendet damit die urkomische Situation...
Doch die Zeit hat gereicht: Mirja, Bente und Janosch sind längst an Bord geklettert, haben ihr Boot zu Wasser gelassen und rudern bereits davon. Als die Piraten das bemerken, beginnt eine wilde Verfolgungsjagd über den See. Vorne das Fischerboot mit der Schatztruhe, welches im Zickzackkurs über den See schießt, dahinter furchtbar böse und ganz schnell rudernde, wütende Piraten. Dahinter das U-Boot von Spongebob.
Die Piraten sind schneller als die 3 Kinder und haben das kleine Fischerboot bald eingeholt. Mirja schreit: „Bitte, bitte, lass mich JETZT aufwachen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“. Bente ruft ihr ängstlich entgegen: „Du weißt genau, dass wir nicht träumen, hilf lieber mit zu rudern. Sonst haben wir keine Chance!“
Als die Piraten schon fast ans Heck des kleinen Fischerbootes stoßen, taucht urplötzlich das grün-weiße Party-U-Boot zwischen den beiden Booten auf. Der Piratensteuermann erschrickt sich so doll, dass er das Steuer herumreißt...und zwar so doll, dass das Piratenboot kentert. Platsch. Alle Piraten – auch Koch und Steuermann fallen ins Wasser...
Mirja, Bente und Janosch sind längst in Sicherheit...sie sind bereits am Ufer angekommen und schauen schadenfroh zu den schwimmenden Piraten hinüber, die versuchen, ihr Boot umzudrehen...das kann noch dauern.
Die Kinder haben plötzlich ganz viele Fragen: „Wie kriegen wir das Fischerboot durch das Loch und wieder in den kleinen Hafen zurück?“, „Wieso wussten die Piraten von dem Schatz und wie kamen sie an unser Boot?“, „Wo ist Spongebob eigentlich?“ „Wo kriegen wir etwas zu essen her?“ und vor allem die Frage aller Fragen: „Was ist in der Schatztruhe????“.
Janosch will zwei der Fragen zuerst klären: „Also, zuerst öffnen wir die Truhe und dann gehen wir in Obelix’ Gaststätte und bestellen ein großes Wildschwein – am besten für jeden eins! Danach kümmern wir uns um die restlichen Fragen. Ich hab Hunger!“
Thilo & Co. Di. und Mi. 21./22.07.2009)
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Mirja, Bente und Janosch untersuchen die Schatztruhe ganz genau; ein starkes, massives Schloss ist davor. Außerdem ist die Truhe rundherum mit Metallbeschlägen gesichert. „Keine Chance“, sagt Janosch, „diese Truhe bekommen wir ohne Hilfe niemals auf.
Plötzlich tauchen Sponge Bob, Mr. Creps und Patrick auf, aber trotz aller Bemühungen gelingt es auch ihnen nicht, die Truhe zu öffnen. Mr. Creps fällt ein, dass Asterix und Obelix ganz stark sind und helfen könnten, die Schatztruhe zu öffnen. „Eine gute Idee“, sagt Bente, „also, wir fahren ans andere Ufer, dorthin, wo das kleine Dorf ist.“ Sponge Bob und seine Freunde begleiten das Fischerboot mit dem U-Boot, als Sicherheitspatrouille sozusagen.
Kurz vor Anbruch der Dunkelheit treffen sie im Restaurant von Obelix, einem 4-Sterne-Kochlöffel, ein. Nachdem Janosch nun bei anderen Gästen gesehen hat, wie groß ein ganzes Wildschwein wirklich ist, bestellt er vorerst nur eine Hinterkeule. Mirja und Bente bestellen sich Meeres-Allerlei, woraufhin sich Mr. Creps, Patrick und mit ihnen auch Sponge Bob aus dem Staub machen, ohne sich wirklich zu verabschieden.
Nachdem Mirja, Bente und Janosch ausgiebig gespeist haben, bitten sie Asterix und Obelix um Hilfe. Asterix ist gern bereit zu helfen, aber erst am kommenden Morgen. Mirja drängelt: “Warum nicht schon heute Abend?“ Asterix gesteht, dass der Zaubertrank nur dann wirkt, wenn man vorher keine 5 Gallonen Hefeweizen vom Fass getrunken hat. Dieses Geheimnis dürften aber auf keine Fall die Römer erfahren.
Nachdem die drei Abenteurer nun die Nacht in einem mittelalterlichen Zwei-Sterne-Etap-Hotel verbracht haben, treffen sie sich um genau 8.47 Uhr mit Asterix und Oberlix, um die Truhe zu öffnen. Hinter einem kleinen Felsvorsprung bringen sie die Truhe an Land. Asterix öffnet die kleine Flasche mit dem Zaubertrank, nimmt einen kräftigen Schluck, springt in die Höhe und streckt alle Viere von sich, um dann mit einem kräftigen Schlag mit der Handkante die Truhe zu öffnen. Dann ertönt ein lauter Schrei! Die Hand von Asterix schwillt sofort an, mindestens drei Finger und der Mittelhandknochen sind gebrochen und müssen von Miraculix zusammengeflickt werden. Obelix, der vor Wut gegen die Truhe tritt, verstaucht sich den großen Zeh und muss mit Mobilat behandelt werden.
Mirja, Bente und Janosch sind enttäuscht, am Boden zerstört. Wie sollen sie diese Truhe jemals öffnen, wenn schon Asterix und Obelix keine Chance haben? Janosch fängt an, die Schatzkarte, die nun schon arg in Mitleidenschaft gezogen ist, genau zu betrachten. Er entdeckt kleine Markierungen, die darauf schließen lassen, dass im Vulkan ein Hinweis sein muss, wie man die Truhe öffnen kann.
Mit Zustimmung von Asterix und Obelix wird die Truhe in einer kleinen Höhle am Rande des Dorfes versteckt und los geht es in Richtung des Vulkans. Am Fuße des Vulkans angelangt, stellen sie sich die Frage: “Wo fangen wir an zu suchen?“ Nachdem sie den Vulkan nun mehrfach umrundet haben, beschließen sie, hinaufzuklettern. Als sie den obersten Rand des Kraters erklommen haben, sehen sie ein merkwürdig aussehendes Wesen. Janosch erkennt sofort: „Das ist Nepomuk, der Wächter des Vulkans. Und wenn die Geschichte von Jim Knopf stimmt, dann ist Nepomuk ein freundlicher Halbdrache.“ Und so ist es auch. Nepomuk erklärt sich sofort bereit, den Dreien zu helfen. Er ist schließlich der Einzige, der sich am und im Vulkan auskennt. Es gibt nur einen Weg ins Innere des Vulkans. Mirja, Bente und Janosch folgen Nepomuk, obwohl alles ein bisschen unheimlich ist, ja aber nur ein kleines bisschen.
Auf dem Weg erzählt Nepomuk von einem verschlossenen Tonkrug im Vulkan, der schon seit Ewigkeiten dort steht, solange er denken kann. Die Drei sind sich sicher: In diesem Krug muss sich der Hinweis befinden, den sie suchen.
Nach vielen Stunden Fußmarsches im Vulkan und ständig ansteigender Hitze weitet sich der schmale Gang und bildet eine Art ovalen Raum. Am hintersten Ende steht der Krug und die drei Freunde stürzen darauf zu. Gespannt wird der Tonkrug geöffnet. Im Inneren befindet sich ein Ledertuch; darauf ist ein Schlüssel zu erkennen, der aus drei Teilen besteht. Aus den weiteren Zeichnungen ist zu erkennen, dass drei Aufgaben gelöst werden müssen, um die drei Schlüsselteile zu bekommen. Auch die erste Aufgabe ist in Bildern aufgezeichnet.Man erkennt, dass sich das erste Schlüsselteil hinter einem Wasserfall befindet. Hat man diesen gefunden, erhält man auch die zweite Aufgabe.
Sofort machen sich die drei Kinder mit Hilfe von Nepomuk auf den Weg zum Wasserfall. Am Fuße des Vulkans verabschiedet sich Nepomuk, da er ja das Feuer bewachen muss.
Um zu dem Wasserfall zu gelangen, müssen sie durch einen großen, dichten Wald, der schon von Weitem sehr unheimlich erscheint.
(Fynn-Luca, Leo, Tim, Lucas und Reiner / Do.23.07.2009)
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Uralte, knorrige Bäume, dunkle, rauschende Tannen und am Boden Brennnesseln und Dornengestrüpp, und obendrein haben die Kinder das Gefühl von tausend Augen angestarrt zu werden. Bente nimmt Janoschs Hand und flüstert: "Ich finde diesen Wald ganz furchtbar unheimlich, müssen wir da wirklich durch? Das schaffen wir doch alleine niemals. Entweder verlaufen wir uns oder wir werden gefressen." "Habt ihr etwa Angst?"
Die Drei erschrecken fürchterlich und blicken sich suchend um. Woher kommt diese Stimme? "Ihr macht euch ja fast in die Hosen." Mit einem Satz springt aus einem Baum ein schwarzgelocktes Mädchen, nicht viel größer als die Drei, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, vor den Kinder auf den Boden. "Wer seid ihr denn und was wollt ihr hier im Mattis-Wald?", fragt das Mädchen mit ruppiger Stimme. Mirja fasst sich als erste und da sie ja nun schon einigen ihnen nicht unbekannten Figuren begegnet sind, fragt sie: "Wenn das hier der Mattis-Wald sein soll, bist du dann etwa Ronja Räubertochter?" "Jawohl, genau die bin ich. Du scheinst ja ein sehr belesenes Mädchen zu sein. Wo kommt ihr Drei denn her und wo wollt ihr denn hier bloß hin?"
Die Kinder erzählen Ronja, wer sie sind und auf welch abenteuerliche Weise sie hier gelandet sind. "Na, da könnt ihr ja froh sein, dass ich euch begegnet bin, denn den Weg zum Wasserfall kennt keiner so gut wie ich und hier im Wald wimmelt es von Graugnomen, Wildtruten, Rumpelwichten und Unterirdischen, die euch niemals ungehindert durchlassen würden. Folgt mir einfach!"
Mit Ronja an ihrer Seite wirkte der Wald gar nicht mehr so unheimlich und es dauerte auch nicht lange und sie hörten das Rauschen des Wasserfalles. "Hinter dem Wasserfall gibt es eine Höhle. Ihr müsst mitten hindurch - aber ohne mich - ich habe letzten Monat erst geduscht", ruft Ronja den Kindern zu und verschwindet zwischen den Bäumen.
Mirja, Bente und Janosch fassen sich an den Händen und marschieren los. Nach einer kräftigen Dusche stehen sie in der Höhle und Janosch entdeckt auch gleich eine Runen-Zeichnung an der Felswand und direkt daneben finden sie in einer kleinen Felsspalte einen Lederbeutel mit dem ersten Schlüsselteil und das Bild mit dem nächsten Hinweis.
Auf der Zeichnung ist ein riesiger Baum zu erkennen, unter dessen Wurzeln sich das nächste Teil des Schlüssels befinden soll- "Den Baum habe ich doch schon mal irgendwo gesehen", überlegt Janosch und zieht die Schatzkarte aus der Tasche. "Seht doch mal hier, da ist genau so ein Baum auf der Karte eingezeichnet und der steht hier ganz in der Nähe des Wasserfalls. Da draußen ist irgendwo ein kleiner Pfad, dem wir folgen müssen."
Die Kinder verlassen die Höhle durch den Wasserfall, entdecken den Pfad zwischen den Feldwänden und laufen los. Nach ein paar hundert Metern ragt schon die mächtige Eiche vor ihnen auf. Der Stamm ist so dick, dass nicht einmal die drei Kinder ihn gemeinsam umfassen können.
"Hier muss es sein!" ruft Bente plötzlich und hockt sich vor ein kleines Loch am Fuße des riesigen Baumes. Bente atmet tief ein, schiebt den Ärmel ihrer Jacke nach oben und greift langsam in das Loch. Als ihr Arm bis zur Schulter verschwunden ist, fühlt sie etwas warmes, pelzigen und zieht mit einem Aufschrei blitzartig ihre Hand zurück. Aus dem Loch schießt nicht weniger erschrocken ein kleines Kaninchen, das aussieht wie Bugs Bunny, hervor und verschwindet im hohen Gras.
Die drei Kinder schauen sich an, lachen kurz auf und dann versucht es Mirja. Auch ihr Arm verschwindet bis zur Schulter im Loch und sie ertastet einen kleinen Lederbeutel, zieht ihn hervor und öffnet ihn. Darin befindet sich das zweite Schlüsselteil und der letzte Hinweis.
Auf dem Bild ist wieder die Eiche und das Zeichen deutet in die Krone des Baumes. "Jetzt müssen wir auch noch da hinauf klettern", stöhnt Janosch und geht nach einer Aufstiegsmöglichkeit suchend um den Stamm. Er ergreift einen kleinen Ast, der aussieht wie eine Türklinke. Dieser gibt nach und öffnet eine bisher nicht sichtbare Tür im Stamm. "Da ist ja eine Treppe im Baum!", ruft Janosch und die drei machen sich an den Aufstieg. Weit oben stößt Janosch mit dem Kopf gegen ein paar Schuhe. Erschrocken schaut er nach oben, wundert sich dann aber kaum noch, als er über sich auf einem Ast sitzend Bibi Blocksberg entdeckt. "Sucht ihr vielleicht den hier?", fragt die kleine Hexe und schwenkt dabei einen kleinen Lederbeutel in der Hand. "Ja, genau den suchen wir, darin müsste sich das letzte Schlüsselteil für die Schatztruhe befinden", antwortet Bente, nimmt das Beutelchen von Bibi und öffnet es. Sie findet darin das noch fehlende Teil und nimmt es an sich. "Wir haben alle Teile gefunden. Jetzt müssen wir den ganzen Weg zurück zur Truhe - ich mag gar nicht daran denken."
"Vielleicht könnte ich euch helfen. Zu Viert passen wir geradeso auf meinen Besen und wenn ihr mir sagt, wo ihr die Schatztruhe versteckt habt, fliege ich euch geradewegs dorthin", bietet Bibi Blockberg an.
Bente kann es kaum glauben, jetzt soll sie auch noch auf einem Hexenbesen fliegen. "Wir müssen ins Dorf von Asterix und Obelix, kennst du das?" "Klar", erwidert Bibi, da flieg ich auf dem Weg zum Blocksberg täglich dran vorbei. Steigt auf, rückt zusammen und jetzt flieg los, Kartoffelbrei, hex, hex!" Und trotz der schweren Last schafft es der Besen abzuheben und in Richtung des Dorfes davonzufliegen.
Die Vier landen vor der Höhle mit der Schatztruhe. Bibi lässt die Kinder absteigen, verabschiedet sich und saust wieder ab durch die Lüfte. Die Kinder wissen nicht einmal, ob sie ihr "Dankeschön" noch gehört hat.
Mirja, Bente und Janosch nehmen die drei Schlüsselteile aus den Taschen und stecken sie zu einem großen Schlüssel zusammen. "Meine Güte, bin ich jetzt aufgeregt", sagt Bente und geht mit dem schweren Schlüssel ins Innere der Höhle zur Schatztruhe. Die anderen beiden folgen ihr. "Meinst du, uns geht es anders? Man hat ja auch nicht so oft die Möglichkeit, eine Schatztruhe zu öffnen." Mit zitternden Fingern steckt Bente den Schlüssel in das Schloss.
(Colin, Emelie, Stephan und Gerit - Fr. 24.07.2009)
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Knarrend öffnet sich die Truhe und sie starren in ein dunkles, tiefes Loch. Bente beugt sich so weit sie kann über den Rand der Truhe und hält sich dabei an Janosch und Mirja fest. Von einer unsichtbaren Kraft werden sie in das Loch gezogen und der Deckel fällt mit meinem lauten Knall in das Schloss. Es gibt kein zurück mehr. Um sie herum riecht die Luft nach feuchter Erde und sie spüren Sand unter ihren Füßen. Sie tasten sich an den Wänden entlang. Mirja stößt einen spitzen Schrei aus, denn sie spürt plötzlich etwas Glibschiges und Schleimiges an ihren Fingern. Bevor sie sich über dieses "Etwas" Gedanken machen kann, sagt Janosch: "Sagt mal, riecht ihr das auch? Hier riecht es doch nach Qualm!" "Ja", sagt Bente, und ich sehe auch ein flackerndes Licht am Ende des Loches. Die Drei kriechen aus dem Loch. Vor ihnen hockt im Gras eine ganze Gruppe Hasen, die total aufgeregt und wütend sind. Sie zeigen auf ein Lager, wo ein Feuer flackert und sich einige zweibeinige Wesen drum herum versammelt haben. Die Hasen beschweren sich lautstark über die kleinen, wilden Kinder, die jedes Jahr zur gleichen Zeit ihr friedliches Leben stören und sie jagen, und die Großen, die sich um das Lagerfeuer scharen und keine Ruhe finden. Sie lachen und lachen und werden immer lauter, weil sie sich über so komische Sachen wie Rapante und Schneewante und schnarchende Buschboote und so amüsieren. Häaaa Maulwurfn.
Als es bereits dunkel wird, entschließen sich die Drei, aus dem Loch zu kriechen und sich an das Lagerfeuer heranzuschleichen. Die Kinder aus dem Zeltlager entdecken Mirja, Bente und Janosch und fragen, ob sie nicht Lust haben, sich mit in die Runde ans Feuer zu setzen.
Mirja Bente und Janosch hören von den Abenteuern und merken, wie viel Spaß die Familien jedes Jahr hier haben. Sie nehmen sich fest vor, ihre Eltern zu fragen, ob sie nächstes Jahr auch hierher kommen dürfen, um in Kuddels Garten zu zelten.
(Stefanie und Iris - Sa. 25.07.2009)

